📦 Ab €20 Versandkostenfrei Deutschlandweit 📦

PMS und PMDs Symptome

PMS und PMDs Symptome

„Ich bin von Pontius zu Pilatus gelaufen. Niemand hat mich ernst genommen, nicht einmal meine Gynäkologin. Und der Psychiater, zu dem ich gegangen bin, wusste auch nichts damit anzufangen.“ Frau J. (42), verheiratet, 3 Kinder.

unsplash-image-nGrfKmtwv24.jpg

Seit der Menarche (die erste Periode im Leben) bestünden monatliche Verstimmungszustände, früher depressive Symptome (Hoffnungslosigkeit, Empfindlichkeit), in den letzten Jahren Reizbarkeit und Aggressivität. Während Schwangerschaften/Stillzeit keine Symptome, seit Abstillen des jüngsten wurden die Symptome schlimmer. Der Beginn der Symptomatik ist prämenstruell (Zyklusmitte), sie erlebt sich dann vollkommen verändert.

Bis heute gibt es keine medizinische Definition und deshalb weiß auch niemand wie viele Menstruierende davon betroffen sind. Womöglich sind 70–90% aller Frauen von körperlichen und psychischen Veränderungen betroffen die auf das Eintreten der ersten Zyklusphase hindeuten. PMS ist ein schwammiger Sammelbegriff für viele Symptome, die das Eintreten der Periode ankündigen - quasi als Frühwarnsystem unseres Körpers (@frankafrei).

Wie schwer PMS bei jedem ausgeprägt ist variiert. Unter sehr stark ausgeprägten Symptomen “leiden” ein Viertel der betroffenen Frauen und sogar drei bis acht Prozent dieser Frauen haben eine besonders starke Form des PMS, das wird dann auch prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS) genannt. In dieser Zeit sind diese Frauen in ihrem Arbeitsumfeld und sonstigen sozialen Kontakten erheblich eingeschränkt.

Die körperlichen Symptome sind unterschiedlich und es können folgende dazu zählen:

  • Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme)

  • Müdigkeit, Erschöpfungssymptome

  • Übelkeit

  • Kreislaufbeschwerden

  • Durchfall

  • Krämpfe im Unterbauch

  • Kopfschmerzen und Migräne

  • Rückenschmerzen

  • Heißhunger oder Appetitlosigkeit

  • Schwellungen oder extreme Empfindlichkeit der Brüste (Mastodynie)

  • erhöhte Sensibilität auf Reize (Licht, Lärm, Geruch, Berührung, Zeit- und Arbeitsdruck)

  • Ohnmacht

  • Völlegefühl

  • Schmerzen im Bereich der Geschlechtsorgane oder beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie)

  • Schleimhautreizungen

  • Entzündungsherde im Körper werden aktiv

Zu den psychischen Symptomen können folgende gehören:

  • Stimmungsschwankungen

  • Ruhelosigkeit, Hyperaktivität

  • Antriebslosigkeit

  • depressive Verstimmungen

  • Selbstwertgefühl ist vermindert

  • Angstzustände

  • Reizbarkeit

  • Aggressivität

  • grundloses Weinen oder Lachen

  • Gefühl von Überforderung

  • Veränderungen des Appetits

     

Die häufigsten Symptome:

KOPFSCHMERZEN

Es haben viele Frauen vor und während der ersten Tage ihrer Periode Kopfschmerzen, bis hin zu migräneartigen Kopfschmerzen. Der Grund dafür: In der 2. Zyklushälfte produziert der Körper das Gelbkörperhormon aus der leeren Hülle der Eizelle, also kurz nach dem Eisprung. Das Gelbkörperhormon (auch Progesteron genannt) bereitet den Körper auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Findet keine Befruchtung der Eizelle statt, sinkt der Progesteronspiegel und auch der Östrogenspiegel ab, also kurz vor der Menstruation. Dieser Hormonabfall führt bei bei vielen Frauen zu Kopfschmerzen.

 

STIMMUNGSSCHWANKUNGEN

Der Körper bildet in der 2. Zyklushälfte weniger Glückshormone (Serotonine), was vielen Frauen aufs Gemüt schlägt und zu Stimmungsschwankungen und depressiven Verstimmungen führt. Viele Frauen fühlen sich kurz vor der Periode besonders dünnhäutig, erschöpft oder weinerlich? Daran können die Hormone einen entscheidenden Beitrag leisten wie wir schon in anderen Blogposts beschrieben haben. Unser Tipp: Schokolade enthält einige Inhaltsstoffe, die ein Gefühl der Euphorie hervorrufen und der Serotoninbildung helfen. Ganz wichtig, die Schokolade muss mit Genuss gegessen werden. Dunkle Schokolade enthält zudem eine mehr Flavonoiden, die Entzündungen mindern, welche auch im Zusammenhang mit dem Auftreten von Depressionen wichtig sind.

 

BRUSTSCHMERZEN

Das Gelbkörperhormon (Progesteron) hat mit dem Hormon Östrogen die Hauptrolle im weiblichen Zyklus. Nach dem Eisprung in der 2. Zyklushälfte wird vermehrt Progesteron gebildet. Woher kommen die Brustschmerzen? Durch vermehrte Wassereinlagerungen, denn das Hormon Progesteron kann auch das im Körper bewirken. Und besonders in der Brust merkt man die Wassereinlagerungen.. oder auch das Hormon Prolaktin, denn es bereitet die Brustdrüsen, durch eine stärkere Durchblutung auf die Milchbildung vor.

 

AUFGEBLÄHTER BAUCH

Bauchkrämpfe.. oh no auch das noch. Bauchschmerzen können auch bereits vor der Menstruation auftreten. Denn auch der Magen-Darm-Trakt wird stärker von unseren Hormonen beeinflusst. Damit treten neben den Bauchschmerzen während der Periode auch manchmal schon vorher Bauchschmerzen auf, unseren Hormonspiegeln sei Dank.

 

Eine positive Sache zum Schluss

Habt ihr schon von zyklusoptimiertem Training gehört? Denn auch die Hormonschwankungen haben ihre guten Seiten. In der ersten Zyklushälfte sind die Testosteronwerte umso höher und Sport ist besonders effektiv, man lernt leichter neue Gewohnheiten umzusetzen und viele Frauen können sich kurz vor dem Einsetzen ihrer Regelblutung umso besser konzentrieren.

 

Unser Schlusswort: es ist wichtig seinen Körper zu kennen und zu verstehen, wie man seine guten Tage nutzen, und seine nicht optimalen Tage akzeptieren kann - und vergesst nicht, wir stehen immer hinter euch!

Vorheriger Post Nächster Post