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Endometriose: Ergebnisse der Mikronährstoffmedizin 

Endometriose: Ergebnisse der Mikronährstoffmedizin 

Bis Menstruierende eine Diagnose erhalten und die Endometriose als Ursache ihres Leidens festgestellt wird vergehen im Durchschnitt 10 Jahre.

Fehldiagnosen hierbei sind: die Beschwerden seien psychischer Natur oder es handle sich um ganz normale Zyklusbeschwerden. Schätzungsweise sind 10 bis 20 Prozent aller Menstruierenden im gebärfähigen Alter betroffen, so dass die Endometriose die zweithäufigste gynäkologische Erkrankung in dieser Altersgruppe darstellt. 

Eine Studie in den USA konnte zeigen, dass Menstruierende mit dem höchsten Vitamin D Spiegel ein um 24 % verringertes Risiko hatten, an Endometriose zu erkranken [1].  Bei Endometriose sei es wichtig ganzheitlich oxidativen Stress und Entzündungsvorgänge im Körper zu vermindern mithilfe der Lebensweise und Ernährung: Obst und Gemüse, Calcium- und Vitamin-D-reiche Lebensmittel um oxidativem Stress vorzubeugen [2]. Oxidativer Stress ist ein körpereigener Vorgang, bei dem Zellen geschädigt sowie Entzündungsreaktionen hervorgerufen werden. Vitamin E trägt dazu bei, die Zellen vor diesem oxidativem Stress zu schützen

 

Ziele der Mikronährstoffmedizin 

Die Mikronährstoffmedizin kann die klassische Behandlung ergänzen indem bestimmte Mikronährstoffe schmerzlindernd wirken und gegen oxidativen Stress wirken. Zudem kommt es bei einer Endometriose häufig zu einer Entzündung des umliegenden Gewebes. 

Die folgenden Wirkungen der Mikronährstoffe haben sich bewährt:  

  • Vitamin C und E bekämpfen oxidativen Stress*. 
  • Vitamin D könnte Schmerzen lindern*. 
  • Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungslindernd*. 
  • Polyphenole verhindern vermutlich das Abwandern und Anwachsen der Zellen aus der Gebärmutterschleimhaut*. 
  • Magnesium wirkt entkrampfend und hat eine Funktion bei der Zellteilung*.
  • Zink trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems (körperliche Abwehr) bei*.
  • Resveratrol kann eine Hormontherapie unterstützen*. [3]

 

Behandlung mit Mikronährstoffen 
  • Wirkung von Vitamin C und E 
  • Endometriose gilt als Erkrankung mit starken oxidativen und entzündlichen Prozessen in der Bauchhöhle – Vitamin C und E sind starke Antioxidantien mit antientzündlicher Wirkung. Aggressive Sauerstoffmoleküle (freie Radikale) entstehen bei Entzündungen und man spricht von oxidativem Stress, wenn es zuviele werden im Körper. Es gibt Hinweise darauf, dass oxidativer Stress die Zerstörung des Gewebes und die Endometriose vorantreibt. Antioxidantien wie Vitamin C und E verringern oxidativen Stress und schützen die Zellen. Davon könnten auch Menstruierende mit Endometriose profitieren.  [4,5]

  • Wirkung von Vitamin D 
  • Vitamin D reguliert das Immunsystem. Es bremst die Produktion entzündlicher Botenstoffe und lindert damit Entzündungen, denn Entzündungsprozesse spielen eine wichtige Rolle bei Endometriose. Vitamin D hat eine Funktion bei der normalen Zellteilung und mindert die Produktion gewebeauflösender Enzyme.

    Es gibt Hinweise darauf, dass ein Vitamin-D-Mangel bei Menstruierenden mit Endometriose häufiger vorkommt [1]. Vitamin D kann aber möglicherweise bei Regelschmerzen allgemein helfen: In einer Studie verringerten Vitamin-D-Präparate die Stärke der Regelschmerzen nach acht Wochen deutlich. Ein Vitamin D Mangel sollte generell vermieden werden, denn Vitamin D hat sehr wahrscheinlich eine Funktion bei der Entstehung von Schmerzen. Speziell bei Endometriose Betroffenen sollte der Vitamin-D-Spiegel überprüft werden – idealerweise zweimal im Jahr.

  • Wirkweise der Ernährung
  • Wie bei jeder Erkrankung spielt auch bei der Endometriose eine vitalstoffreiche und pflanzenbasierte und damit vegane Ernährung eine Rolle. Menstruierende, die vitaminreich essen, erkranken offenbar seltener an Endometriose, wie eine Studie aus 2013 zeigte. Besonders wirksam erwies sich eine Ernährung, die reich an Folsäure, Vitamin C und Vitamin E war [6], auch wird der Verzicht auf Gluten untersucht.

  • Wirkungsweise von Melatonin
  • Bei Frauen mit Endometriose zeigten sich in einigen Studien niedrige Melatoninspiegel [7]. In Tierstudien wurde beobachtet, dass Maßnahmen um den Melatoninspiegel zu optimieren eine positive Wirkung gezeigt haben. 

    Melatonin ist ein Hormon, welches den Schlaf-Wach-Rhythmus reguliert. Abens steigt der Melatoninspiegel und die Müdigkeit nimmt zu, am Morgen sinkt der Meloninpiegel und wir werden langsam wieder munter. Melatonin wird aus Serotonin dem Glückshormon gebildet [siehe hierzu den Blogbeitrag zu Griffonia]. 

     

    Quellenangaben:

     [1] Harris HR, Chavarro JE, Malspeis S, Willett WC, Missmer SA. Dairy-Food, Calcium, Magnesium, and Vitamin D Intake and Endometriosis: A Prospective Cohort Study. Am J Epidemiol [Internet]. 2013 Mar 1 [cited 2020 May 8];177(5):420–30. Available from: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3626048/

    [2] Jurkiewicz-Przondziono, J. et al. (2017): Influence of diet on the risk of developing endometriosis. Ginekol Pol 2017;88(2):96–102. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28326519, abgerufen am: 22.10.2019. 

    [3] Dull, A.M. et al. (2019): Therapeutic Approaches of Resveratrol on Endometriosis via Anti-Inflammatory and Anti-Angiogenic Pathways. Molecules. 2019 Feb;24(4):667. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6413140/, abgerufen am: 22.10.2019. 

    [4] Gröber, U. (2011): Mikronährstoffe. Metabolic Tuning – Prävention – Therapie. 3. Aufl. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart. 

    [5] Gröber, U. (2018): Arzneimittel und Mikronährstoffe – Medikationsorientierte Supplementierung. 4. Aufl. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart. 

     [6] Darling AM, Chavarro JE, Malspeis S, Harris HR, Missmer SA. A prospective cohort study of Vitamins B, C, E, and multivitamin intake and endometriosis. J Endometr. 2013 Jan 1;5(1):17-26. doi: 10.5301/je.5000151. PMID: 24511373; PMCID: PMC3916184.

    [7] Vallée A, Lecarpentier Y. Curcumin and Endometriosis. Int J Mol Sci. 2020;21(7):2440. Published 2020 Mar 31. doi:10.3390/ijms21072440
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