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Hormonelle Balance und Schwangerschaft

Hormonelle Balance und Schwangerschaft

Die meisten Schwangerschaften treten durch den Geschlechtsverkehr am Tag des Eisprungs oder an den beiden Tagen davor auf, denn die Spermien leben bis zu 3 Tage. Wer seinen Körper und gewisse Eisprungzeichen kennt, kann herausfinden wann der Körper fruchtbar ist. Und nicht nur das: stellt sich nach einiger Beobachtungszeit keine Schwangerschaft ein, kann die Zyklusbeobachtung sogar helfen, dem Grund schneller auf die Spur zu kommen. 

Was auch immer es ist – die Art und Weise, wie du deine Geschichte online vermittelst, kann einen gewaltigen Unterschied ausmachen.

Wenn du einen Plan machst und deinen Zyklus beobachtest wirst du herausfinden wann du fruchtbar bist. Temperatur messen, Zervixschleim beobachten oder den Muttermund abtasten sind die gängigen Methoden. Den Zyklus beobachten um zu sehen: 

  • ob man schwanger ist oder

  • Überhaupt einen Eisprung hat oder

  • die Gelbkörperphase zu kurz ist, nach dem Eisprung oder

  • andere Zyklusprobleme vorliegen

An alle Frauen und Menstruierende die ihren Zyklus verstehen wollen und so auch eine Familie planen wollen.

Die Empfängnisverhütung kann so geplant werden (Stichwort NFP – natürliche Familienplanung) und auch die Planung einer Schwangerschaft wird leichter, weil man seinen Zyklus kennt. Die Empfehlung seinen Zyklus zu beobachten liegt bei 3-4 Zyklen.

Grundlage ist eine gewissenhaft geführte Temperaturmessung, weitere Details folgen. Denn 1-2 Tage nach dem Eisprung geht erst die Temperatur hoch, deshalb sieht man bei der Temperatur nur wann man seinen Eisprung hatte und nicht wann der Eisprung aktuell stattfindet.

So kann man Informationen bekommen über 

  • Die Dauer der Eireifungsphase

  • Die Länge der Gelbkörperphase (also bis man seine Periode bekommt)

  • Zeitpunkt des Eisprungs (mit Beobachtung des Zervixsschleim: Konsistenz und Spinnbarkeit)

  • Auch eine bestehende Schwangerschaft erkennt ihr (Temperatur bleibt oben, normalerweise geht die Temperatur mit der Periode wieder runter)

Die Fruchtbarkeit ist ein komplexes Thema. „Normal“ sind Zykluslängen zwischen 23 bis 35 Tagen. Der Eisprung findet auch nicht exakt in der Mitte statt. Auch können viele Frauen und Menstruierende Schwankungen Ihrer Zykluslänge beobachten, diese lassen sich zurückführen auf Hormonumstellungen in verschiedenen Altersphasen, Stress, Ernährung, Umgebungswechsel oder andere Umstände. 

Typische Eisprunganzeichen, die du an dir kennenlernen wirst oder schon kennst, sind:

  • Veränderte Form des Zervixschleims: von weißlich und klebrig zu flüssig und/oder dehnbar 

  • Ziehen oder Stechen im Unterleib – kann mittig, links oder rechts sein (sogenannter Mittelschmerz) 

  • Der Muttermund ist weicher und leicht geöffnet

     

DIE NORMALE TEMPERATURKURVE

Der Zyklus beginnt mit dem ersten Tag der Menstruation. Während der Blutung und der Eireifungsphase liegt die Temperatur niedrig, unter 36,9 Grad. Die ersten 5 Zyklustage gelten als sicher unfruchtbar. Zum Zeitpunkt des Eisprungs ist normalerweise der tiefste Temperatur Messpunkt.

In der zweiten Zyklushälfte, 1-2 Tage nach dem Eisprung, steigt die Temperatur um circa 0,5 bis 0,8 Grad. Der Follikel wird zum Gelbkörper umgewandelt und produziert Progesteron. Dieses Progesteron (Gelkörperhormon) stimmt die Gebärmutter darauf ein, dass sich ein befruchtetes Ei einnisten kann. Wichtig für die genaue Bestimmung des Eisprungs ist die Beobachtung des Muttermundschleims und wie weich sich der Muttermund anfühlt.

Die Gelbkörperphase (die Zyklusphase nach dem Eisprung) dauert dann ungefähr 14 Tage, solange bleibt die Temperatur oben und fällt dann mit Beginn der Menstruation wieder ab.

Erst zwei Tage nach dem Anstieg der Temperatur beginnt die Zeit in der man nicht mehr schwanger werden kann(!) Weil das Ei 12-24h lebensfähig ist. Die Eizelle lebt 12-24 Stunden und die Samenzellen bis zu 3 Tagen. 

Achtung : die Temperatur sagt nichts darüber aus wann der Eisprung kommt! Die Temperaturkurve  sagt dir nur wann er schon stattgefunden hat.

Mögliche Abweichungen:

  • Bei einer Schwangerschaft bleibt die Temperatur erhöht.

  • Wenn kein Eisprung erfolgt gibt es keinen Anstieg der Temperatur.

  • Ihr merkt, wenn eure Gelbkörperphase zu kurz ist: die Temperatur fällt schon nach wenigen Tagen, du bekommst dann schon deine Tage, ein befruchtetes Ei kann sich nicht einnisten (hormonelle Sterilität). Die Gelbkörperhase ist normalerweise 12-16 Tage. Dies deutet auf einen Progesteronmangel hin. 

 

Die Temperatur wird mit einem Zyklusthermometer (mit 2 Nachkommastellen) gemessen. Dazu müssen ein paar Dinge beachtet werden:

  • morgens nüchtern noch im Bett die Temperatur messen (im Darm oder der Vagina), möglichst immer zur selben Zeit

  • In der Tabelle eintragen jeden Tag! Wenn man zu spät gemessen hat einen Vermerk machen. Auch bei Zuviel Alkohol oder wenn man zu spät ins Bett gegangen ist sollte man dies vermerken.

     

BEOBACHTUNG DES ZERVIXSCHLEIMS:

Dieser Schleim verändert sich während des monatlichen Zyklus sichtbar. Mit Hilfe der Schleimbeobachtung kannst du deinen Eisprung genauer Vorhersagen was besonders interessant ist wenn du gerne ein Kind bekommen möchtest. Denn wenn du die Temperatur über längere Zeit aufgeschrieben hast sieht man am Verlauf der Temperaturkurve ob und wann du einen Eisprung hattest. Je näher der Eisprung ist, desto flüssiger und/oder eiweißartiger wird der Zervixschleim. Kann dieser zwischen den Fingern wie rohes Eiweiß auseinandergezogen werden und bleibt er ganz elastisch, sind das die absoluten Zeichen für den Eisprung. Diese Flüssigkeit liefert den Spermien nicht nur Energie, es schützt diese auch vor dem sauren Milieu.

 

BEOBACHTUNG MUTTERMUND:

Zusätzlich zur Temperatur und Schleimbeobachtung kann der Muttermund beobachtet werden. Am besten beginnt man mit der Untersuchung des Muttermundes gleich am ersten Tag nach der Periode damit man ein Gefühl für die Veränderungen im Laufe des Zyklus bekommt. Der Muttermund ist der Teil der Gebärmutter der in die Vagina reicht. Im Laufe des Zyklus verändert sich der Muttermund: Zu Beginn der Eireifungsphase ist er fest und gut verschlossen (vergleichbar mit der Nasenspitze). Die Öffnung fühlt sich punktförmige an (wenn eine Frau schon geboren hat kann es auch schlitzförmig sein).

Je näher der Eisprung rückt desto weicher wird der Muttermund (Vergleich wie das Ohrläppchen). Seine Öffnung wird größer und man kann Schleim fühlen den man dann wie oben beschrieben untersuchen kann.

 

Wenn du deinen Zyklus überwacht hast und nicht schwanger wirst. 

  • Du hast keinen Eisprung? (Es deutet auf einen Östrogenmangel hin) Der Eisprung wird durch Östrogene ausgelöst und es kann sein, dass du von einem Östrogenmangel betroffen bist. Denn Östrogene bauen die Gebärmutterschleimhaut auf und lösen den Eisprung aus. Ein Östrogenmangel ist übrigens auch bei den Wechseljahren mit denselben Symptomen verbunden. Produkte mit chinesischem Rhabarber und Soja können dies unterstützen, auch kann homöophatisch mit Aristolochia untersützt werden. 

  • Deine Gelbkörperchenphase ist zu kurz? (Das deutet auf einen Progesteron Mangel hin). Nach dem Anstieg der Temperatur, also nach dem Eisprung blutet die Schleimhaut zu schnell ab. Es wird zu wenig Progesteron vom Gelbkörper gebildet. Abhilfe können Mönchspfeffer oder Yamswurzel schaffen.

  • Du bist von PCOS betroffen und hast einen total unregelmäßigen Zyklus: hast du schon Chinesischen Rhabarber, Aristolochia, Soja, OPC (Traubenkernextrakt) ausprobiert?

Stellst du fest, dass etwas davon zutrifft solltest du einen Arzt /Ärztin konkret ansprechen, damit du auf einen Progesteronmangel oder Östrogenmangel untersucht wirst bzw. die anderen beteiligten Hormone im Blut untersucht werden.

Wir wünschen dir alles Gute auf deinem Weg zu deinem Hormongleichgewicht und einem entspannten Zyklus. Wenn du gerne mehr erfahren willst oder weitere Fragen hast können wir diese gerne mit unserer Heilpraktikerin für Frauengesundheit weiterleiten.

Geschrieben von:
Claudia Deckelmann, Heilpraktikerin spezialisiert auf Frauengesundheit

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