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Wie funktioniert der menstruelle Zyklus?

Wie funktioniert der menstruelle Zyklus?

Superpower Menstruationszyklus! Welchen Einfluss haben die Phasen des Menstruationszyklus auf eure Stimmung und wie könnt ihr sie für euch nutzen?

fembites wie funktioniert der menstruelle zyklus

Den meisten Womxn wird von klein auf beigebracht, dass unsere Periode, und eigentlich unser gesamter Menstruationszyklus, eine Nervensäge ist. Es ist ein Ärgernis, mit dem wir uns abfinden müssen, ein Ereignis, das mit Scham, Schmerz und Peinlichkeit verbunden ist. Dadurch wird uns beigebracht, einen wichtigen Aspekt unseres Körpers sowie den biologischen Rythmus, der Leben hervorbringt, abzulehnen. Wir neigen dazu, uns selbst und die hormonellen Schwankungen, die in unserem Körper natürlich vorkommen, nicht zu ehren, und so bleiben wir davon abgekoppelt, wie wir uns auf unsere eigene innere Weisheit einstimmen können.

Womxn wird selten die Heiligkeit, Kreativität und Weisheit gezeigt, die in ihrem Menstruationszyklus - dem weiblichen Zyklus - eingebettet ist, oder wie man sich diese Power zunutze machen kann.

 

Es steckt viel Energie und Potenzial im Zyklus, vorausgesetzt er ist natürlich.

Unser Körper vollbringt jeden Monat eine sehr große Leistung (das muss an diesem Punkt mal erwähnt werden!). Und das wiederum hat erheblichen Einfluss darauf wie wir uns fühlen – körperlich und geistig. Natürlich nur bei einem „natürlichen Zyklus“ - also ohne Einnahme von Hormonen (Stichwort: Antibabypille).Überall in der Natur gibt es Zyklen mit vier Phasen, darunter fällt auch unser Biorhythmus (Nachts, Morgen/Vormittag, Mittag/Nachmittag, Abend), genauso wie den Mond oder die vier Jahreszeiten.

 

Die vier Jahreszeiten und dein Menstruationszyklus - ein Vergleich

Jede Jahreszeit hat ihre eigene individuelle Schönheit und ihre Herausforderungen.

Stelle dir vor, der Winter sei deine Menstruation, der Frühling die follikulären Phase, der Sommer demnach der Eisprung und der Herbst stelle die luteale Phase dar.

Im Sommer möchte man raus gehen und viel unternehmen und im Winter kuschelt man sich eher zuhause ein und liest ein Buch oder zieht sich etwas zurück. Im Sommer würden wenige nur drinnen eingekuschelt sitzen, während draußen schönes Sommerwetter ist. Deshalb sollten wir auch so mit uns in unseren Zyklusphasen umgehen.

Hier ist die Aufschlüsselung der vier Jahreszeiten des Zyklus zusammen mit einer Beschreibung dessen, was körperlich und emotional passiert.

 

Phase 1: Menstruation (Winter)

Während der Menstruation, der ersten Phase im Zyklus brauchen wir Erholung. Denn die Regenerationsprozesse im Körper sind wichtig für unsere körperliche und geistige Gesundheit. Während der Periode ist man offener für Inspirationen und hat einen sehr guten Einblick in seine Emotionen. Auch wenn es in der heutigen Zeit nicht so leicht ist sich zurückzunehmen, sollte man diese Phase nutzen für kreative Projekte. Der Winter läd zu einer eher ruhigeren Zeit ein, so auch die Periode. Während der Periode sollte man sich etwas mehr Zeit für sich nehmen, reflektieren, Yoga machen oder einen ruhigeren Sport ausüben.

Phase 2: Follikelphase (Frühling)

Wenn der Follikel in der follikulären Phase wächst baut sich auch die Gebärmutterschleimhaut langsam auf und der Östrogenspiegel steigt. Das Östrogen bringt Energie, Fokus und Selbstvertrauen mit sich. Man bekommt mehr Energie und reinere Haut und fühlt sich selbstbewusster. Es ist leichter seinen Fokus zu legen und sich zu motivieren. Diese Phase ist die beste für intensivere Sporteinheiten. Ja sogar der Frauen-Fußballclub Chelsea F.C. Women passt das Training an den Menstruationszyklus der Spielerinnen an, nicht ohne Grund ;) die Leistung wird gesteigert und die Verletzungsrate der Spielerinnen sinkt.

Phase 3: Eisprung (Sommer)

Das freie sommerliche Gefühl von „du kannst alles schaffen“ setzt eine besondere Power frei. Während der Eisprungphase steigen Östrogen-, Dopamin- und Serotoninwerte auf das Maximum an und sinken nach dem Eisprung wieder ab. Während dem Eisprung sind wir tendenziell risikobereiter und unternehmungslustiger. Meistens fühlen wir uns in dieser Phase in unserem Körper am wohlsten - und das strahlen wir auch aus. Deshalb ist zu dieser Zeit die Überzeugungskraft und Begeisterungsfähigkeit am Höchsten. Auch körperlich ist man auf dem Höhepunkt, erzielt die besten Ergebnisse im Sport und ist generell belastbarer.

Phase 4: Lutealphase (Herbst)

Während dieser Phase werden wir wieder sensibler und ziehen uns etwas zurück. Wenn der Eisprung vorbei ist, wird viel Progesteron (300x so viel wie Östrogen) vom Gelbkörper gebildet. Progesteron wird gebraucht, damit sich ein Follikel einnisten kann, wobei sich die Körpertemperatur um 0,5-0,6°C erhöht. Deshalb bekommen wir mehr Appetit, weil sich auch die Stoffwechselrate erhöht – gleichzeitig sorgt es für mehr Ruhe (wird auch Beruhigungshormon genannt). Außerdem sorgt Progesteron für einen besseren Schlaf und Tiefschlaf, weshalb wir auch mehr Schlaf benötigen.

In dieser Phase fällt es besonders leicht sich neue Gewohnheiten anzugewöhnen oder alte abzulegen. Auch werden Routinearbeiten besser erledigt als jene, die mehr Aufmerksamkeit (und Denkarbeit) benötigen. Auf physischer und psychischer Ebene sollte man seinen Emotionen hier freien Lauf lassen. Einige bemerken in dieser Phase erste Anzeichen von PMS (prämenstruelles Syndrom), dazu zähen Stimmungsschwankungen, Brustspannen, Heißhunger und bis 150 weitere Symptome (siehe Blog Post dazu). Anstatt sich also zu zwingen, sich "zusammenzureißen", versucht, sanft mit euch selbst umzugehen.

 

Manche Womxn spüren den Stimmungswechsel sehr intensiv. Von Aggressionen über Wut bis Selbstzweifel und dem totalen Emotions-Overload. Die Hormone werden oft hauptverantwortlich für die starken Stimmungsschwankungen vor der Periode gemacht. Man vermutet, dass der starke Anstieg von Progesteron dahintersteckt. Doch es geht nicht darum wie viele Hormone vorhanden sind, sondern wie der jeweilige Körper damit umgeht. Ganz natürlich fährt das Immunsystem in der zweiten Zyklushälfte etwas herunter. Denn in der zweiten Zyklusphase soll sich die befruchtete Eizelle einnisten. Das Immunsystem würde die Eizelle schnell als Fremdkörper betrachten und vielleicht abstoßen. Um den Fortpflanzungsprozess zuzulassen setzt der Körper das Immunsystem etwas herunter. Je nachdem wie gesund der Darm, die Leber, das Immunsystem oder auch die Nebennieren sind bemerken wir es stärker oder nicht so stark. Es sind also nicht alleine die Hormone, sondern die ganzheitliche Funktion des Körpers (Bitte weitersagen).

Es ist leicht zu erkennen, dass jede Zyklusphase ihre eigenen Stärken und Emotionen mit sich bringt. Wenn wir im Einklang mit den Jahreszeiten unseres Zyklus leben, aufhören, ihn abzulehnen, und tatsächlich verstehen, welche unserer Stärken und Qualitäten während jeder Phase hervorgehoben werden, können wir produktiver werden, uns in unserem eigenen Körper wohler fühlen und insgesamt selbstbewusstere, stolzere und kraftvollere Womxn werden.

Konzentriert euch deshalb auf das Positive, das jede Jahreszeit für Euch bereithält, nutzt eure Energie und tankt sie entsprechend auf.

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