Brustschmerzen vor der Periode? Das steckt dahinter

Brustschmerzen vor der Periode? Das steckt dahinter

Viele Frauen kennen die unangenehmen Schmerzen in der Brust, die sich in den Tagen vor der Periode bemerkbar machen. Doch was steckt dahinter, warum treten sie auf, und wie kann man sie mildern? In diesem Artikel erfährst du alles über die Ursachen, sanfte Methoden zur Linderung und wann ein Besuch bei deiner Ärztin ratsam ist.

 

Warum treten Brustschmerzen vor der Periode auf?

 

Brustschmerzen, auch als Mastodynie bekannt, hängen eng mit den hormonellen Veränderungen im weiblichen Zyklus zusammen. Besonders in der zweiten Zyklushälfte spielen die Hormone Progesteron und Östrogen eine entscheidende Rolle. Diese natürlichen hormonellen Schwankungen sind notwendig, um den Körper auf eine potenzielle Schwangerschaft vorzubereiten, können aber gleichzeitig zu Beschwerden führen. (1) (2)(3) (4) (5

 

Der Einfluss von Hormonen auf die Brust

 

  • Östrogen steigt in der ersten Zyklushälfte an und kann das Brustgewebe empfindlicher machen. Es sorgt für das Wachstum der Milchdrüsen und die Zunahme von Fettgewebe in der Brust. Ein hoher Östrogenspiegel kann Spannungsgefühle und eine erhöhte Sensibilität verursachen.

 

  • Progesteron nimmt nach dem Eisprung zu und kann Wassereinlagerungen im Brustgewebe fördern, was zu einem Ziehen in der Brust führt. Es beeinflusst auch das Drüsengewebe der Brust und kann so die Empfindlichkeit weiter steigern.

 

  • Ein Ungleichgewicht, z. B. zu viel Östrogen (Symptome: empfindliche Brüste, Wassereinlagerungen, Stimmungsschwankungen) oder Progesteron-Nebenwirkungen, kann die Beschwerden verstärken. Insbesondere eine Östrogendominanz in Kombination mit niedrigem Progesteron kann starke Brustschmerzen hervorrufen.

 

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Sind Brustschmerzen vor der Periode normal?

 

Brustschmerzen bei Frauen vor der Periode sind ein häufiges Symptom des weiblichen Zyklus. Besonders beidseitige Brustschmerzen treten auf, da das Hormonlevel im ganzen Körper schwankt. Doch wie erkennst du, ob deine Schmerzen noch im normalen Bereich liegen?

 

  • Typisch: Ein Druck auf der Brust, Spannungsgefühle oder leichte Schmerzen in der Brust kurz vor der Menstruation. Dies ist häufig mit Wassereinlagerungen verbunden und klingt mit dem Einsetzen der Periode meist ab.

 

  • Weniger typisch: Sehr starke, stechende Schmerzen oder Brustschmerzen nach dem Eisprung – hier könnte ein hormonelles Ungleichgewicht oder eine andere gesundheitliche Ursache vorliegen.

 

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Unterschiedliche Formen von Brustschmerzen

 

  • Zyklische Brustschmerzen: Treten regelmäßig im Rhythmus des weiblichen Zyklus auf und sind hormonell bedingt.

 

  • Nicht-zyklische Brustschmerzen: Unabhängig vom Zyklus auftretende Schmerzen, die auf andere Ursachen wie Muskelverspannungen oder Entzündungen zurückzuführen sein können.

 

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Was kann helfen, Brustschmerzen zu lindern?

 

Selbstfürsorge ist der Schlüssel, um sanft mit deinem Körper umzugehen und Beschwerden zu minimieren. Hier einige wertvolle Tipps:

 

1. Ernährung & Nahrungsergänzungsmittel

 

  • Bestimmte Nährstoffe wie Eisen, Zink, Vitamin B6, Vitamin E, Vitamin B1 und Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Hormonbalance und können Brustschmerzen bei Frauen reduzieren.

 

  • Nahrungsergänzungsmittel mit natürlichen Inhaltsstoffen, Eisen, Zink und verschiedenen Vitaminen können helfen, das Hormongleichgewicht zu regulieren und PMS-Symptome zu lindern.

 

  • Eine hormonfreundliche Ernährung, ein Verzicht auf verarbeitete Lebensmittel und Zucker, kann helfen, Entzündungen zu reduzieren und das natürliche Gleichgewicht der Hormone zu fördern.

 

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2. Stressabbau & Selfcare

 

  • Stress fördert hormonelle Dysbalancen, da das Stresshormon Cortisol in Wechselwirkung mit den weiblichen Hormonen steht. Setze auf Entspannungstechniken, um den weiblichen Zyklus in Balance zu bringen.

 

  • Yoga, Meditation und Atemübungen können dabei helfen, das Nervensystem zu beruhigen und die Beschwerden zu mildern.

 

  • Ausreichender Schlaf ist essenziell für eine gesunde Hormonbalance.

 

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3. Sanfte Unterstützung durch Wärme & Kräuter

 

  • Warme Kompressen oder ein wohltuendes Bad entspannen das Brustgewebe und fördern die Durchblutung.

 

  • Kräuter wie Kamille oder Johanniskraut sind bewährte natürliche Helfer für den Zyklus der Frau und können dabei unterstützen, Hormonschwankungen auszugleichen.

 

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4. Der richtige BH

 

Ein gut sitzender BH kann helfen, den Druck auf der Brust zu verringern und das unangenehme Ziehen in der Brust zu lindern. Besonders während der zweiten Zyklushälfte kann es hilfreich sein, auf bequeme, weiche BHs ohne Bügel zurückzugreifen. (16

 

Wann sollte man eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen?

 

Obwohl Brustschmerzen vor der Periode meist harmlos sind, gibt es einige Anzeichen, bei denen du medizinischen Rat einholen solltest:

 

  • Sehr starke Schmerzen, die deine Lebensqualität beeinträchtigen und nicht nur kurz vor der Menstruation auftreten.

 

  • Schmerzen in der Brust nur auf einer Seite, die nicht mit der Periode zusammenhängen.

 

  • Veränderungen in der Brust, wie Knoten, Dellen oder Hautveränderungen, die nicht durch hormonelle Schwankungen erklärbar sind.

 

  • Brustschmerzen nach dem Eisprung als schlechtes Zeichen, insbesondere wenn sie ungewöhnlich stark auftreten oder mit anderen Symptomen wie Ausfluss oder Rötungen einhergehen.

 

  • Familiengeschichte mit Brustkrebs: Frauen mit einer familiären Vorbelastung sollten besonders achtsam sein und Veränderungen frühzeitig ärztlich abklären lassen.

 

Fazit

 

Brustschmerzen vor der Periode sind meist harmlos, aber dennoch unangenehm. Mit sanfter Selbstfürsorge, den richtigen Nährstoffen und einem bewussten Umgang mit Stress kannst du die Schmerzen lindern. Achte auf deinen Körper, unterstütze deine Hormonbalance mit einer gesunden Lebensweise und zögere nicht, ärztlichen Rat einzuholen, wenn du unsicher bist oder ungewöhnlich starke Symptome auftreten.

 

 

 

Bleib informiert und achte auf Deine Gesundheit! Wenn du Fragen zu dem Thema hast, freuen wir uns auf deine Kommentare und E-Mails an hello@fembites.com.

 

! Disclaimer: Wenn wir "Frau" schreiben, meinen wir alle Menschen, die einen Zyklus haben.

 

 

Quellen: 

 

(1) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK562195/

(2) https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7384817/

(3) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/2680613/

(4) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/6125735/

(5) https://www.stanfordchildrens.org/en/topic/default?id=breast-pain-mastalgia-85-P00154

(6) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29059585/

(7) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12243507/

(8) https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10200681/

(9) https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11206370/

(10) https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4413117/

(11) https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0149763424002537

(12) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK72353/

(13) https://www.journal-jop.org/journal/view.html?doi=10.3831/KPI.2019.22.028

(14) https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9699062/

(15) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20155996/

(16) https://www.jsams.org/article/S1440-2440(23)00252-9/
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Haftungsausschluss

Dieser Blogpost dient nur zu Informationszwecken und ersetzt nicht die medizinische Beratung. Konsultiere immer eine Ärztin, wenn du gesundheitliche Bedenken hast.

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