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Was ist das Post-Pill-Syndrom?

Was ist das Post-Pill-Syndrom?

Als eine der beiden Gründerinnen von fembites, stehe ich mit und vorallem wegen meiner Geschichte hinter fembites. Wir hatten im Sommer 2020 die Idee von leckeren Snack Supplements, die Kapseln ersetzen und auf 100% natürlicher Weise den medizinisch weiblichen Körper vor und während der Periode unterstützen.

Als ich, Angelica, meine Mitgründerin Jana kennengelernt habe, litt ich unter extremen (!) Haarausfall, Akne, Stimmungsschwankungen, unregelmäßiger Periode, und einem starken und seltenen Darmpilz, den ich über fast sechs Monate lang aushungern musste.

Warum? Ich hatte zwei Jahre zuvor die Anti-Baby-Pille nach 14 Jahren der ununterbrochenen Einnahme, vollkommen abgesetzt. Ich litt unter dem Post-Pill-Sydrom, durch dass ich einige Symptome entwickelt hatte sowie eine Immuninsuffizienz, die meine Darmerkrankung hervorgerufen hatte. Ich hatte absolut keine Ahnung, dass das passieren würde und wurde weder von meinem Frauenarzt, noch von meinem Umfeld darüber aufgeklärt und war selbst zu weit vom Thema "hormonelle weibliche Gesundheit" entfernt. 

Seitdem habe ich mit Frauenärzt*innen, Ernährungswissenschaftler*innen und anderen Expert*innen tiefe Gespräche geführt, tausende von Büchern gelesen und vor allem habe ich meinen eigenen Körper richtig kennengelernt. Ich habe mir geschworen und es zu meiner Leidenschaft gemacht, mit fembites anderen Menschen dabei zu helfen, ihren Körper zu verstehen und sie so ausführlich zu informieren, dass sie ihre Gesundheit und ihre Hormone selbst in die Hand nehmen können.

Es geht darum, ihnen das Wissen zu vermitteln, dass sie eigentlich schon im Biounterricht hätten erhalten sollen und ihnen den richtigen ergänzenden Support zur Seite zu stellen.
 

Was also ist das Post-Pill-Syndrom?

Das Post-Pill-Sydrom oder auch Post-Birth Control Syndrome (kurz: PBCS) ist eine Konstellation von Symptomen, die nach dem Absetzen der hormonellen Verhütung auftreten.

Zu den Symptomen gehören:

  • Amenorrhoe - Ausbleiben der Periode
  • Sehr unregelmäßige Menstruation mit verlängertem oder verkürztem Zyklus
  • Regelschmerzen
  • Starke Blutung
  • Verschlimmerung oder neu auftretendes Prämenstruelles Syndrom (PMS) mit starken Stimmungsschwankungen, Depressionen, Angststörungen, Brustspannen, Wassereinlagerungen, etc. (lese mehr über PMS hier)
  • Neuauftreten oder Verschlimmerung einer bereits bestehenden Akne
  • Entwicklung einer Schilddrüsenunterfunktion oder Schilddrüsenüberfunktion (Hypothyreose oder Hashimoto)
  • Libidoverlust
  • Vaginale Trockenheit
  • Darmprobleme
  • Haarausfall

Für mich persönlich und die vielen Kund*innen, mit denen ich zu tun habe, wird die hormonelle Empfängnisverhütung oft als Allheilmittel für alle hormonellen Probleme angeboten. Leider wird mit der Verhütungsmethode nicht die eigentliche Ursache behandelt, und obwohl sie sehr gut zur Behandlung von Symptomen geeignet ist, kann sie auch Nebenwirkungen haben, auf die der medizinisch weibliche Körper nicht vorbereitet ist.

Welche Anzeichen gibt es dafür, dass sich die hormonelle Verhütung negativ auf den Körper auswirkt und ein hormonelles Ungleichgewicht verursacht?

Eines der wichtigsten Anzeichen dafür, dass die hormonelle Verhütung sich negativ auf den Körper auswirkt, kann z.B. eine Depression sein. Wir wissen, dass alle Formen der hormonellen Empfängnisverhütung mit  Stimmungsschwankungen einhergehen, und das könnte auch auf dich zutreffen. In diesem Fall ist es wichtig, dass du dich an den/die richtige/n Ärzt*in wendest. Aus persönlicher Erfahrung ist es oft ratsam, sich von mehreren Ärzt*innen eine Meinung einzuholen.

Darüber hinaus kann es auch zu Problemen wie geringer Libido, vaginaler Trockenheit, Haarausfall, Müdigkeit, Verdauungsproblemen und überraschenderweise manchmal auch zu einer Verschlechterung der Akne kommen. Wichtig: bleibe aufmerksam, beobachte deinen Körper und habe keine Angst auf andere Verhütungsmittel umzusteigen. 

Welche alternativen Verhütungsmethoden gibt es?

Als die Anti-Baby-Pille auf den Markt kam, war das eine unglaubliche Befreiung für viele. Noch nie war es so "sicher", eine Schwangerschaft zu verhindern. Aber es gibt auch Alternativen. Dazu kannst du dich bei einer*m Ärzt*in deines Vertrauens aufklären lassen. Hier eine kurze Einführung:

Die Kuperspirale

Die Kupferspirale ist die wirksamste nicht-hormonelle Verhütungsmethode (über 99 % wirksam). Die wird in die Gebärmutter eingeführt und bleibt dort für mindestens ein Jahr. Es gibt verschiedene Größen und Erfahrungsberichte darüber, wie schmerzvoll das Einsetzen, wie auch das Herausnehmen ist. Wenn du starke oder schmerzhafte Regelblutungen hast oder an Endometriose erkrankt bist, kann es für dich bedeuten, dass die Schmerzen und die Blutung verschlimmert werden. 

Kondome

Kondome eignen sich sehr gut zum Schutz vor Geschlechtskrankheiten und können in der Zwischenzeit verwendet werden, wenn du die hormonelle Empfängnisverhütung absetzt.

NFP - Natürliche Familienplanung

Die NFP-Methode ist, wenn sie richtig angewendet wird, eine sehr wirksame Methode, auch wenn du während deiner fruchtbaren Zeit auf eine Barrieremethode, Abstinenz oder andere Aktivitäten angewiesen bist. 

Hast du Fragen oder möchtest du mehr zu einem bestimmten Thema wissen? Schreibe uns bei Instagram oder an hello@fembites.com - wir freuen uns!

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